Trainingsbälle


Trainingsbälle dienen in allen Ballsportarten im Gegensatz zu Spiel – oder Matchbällen vor allem Trainingszwecken. Jede Sportart verwendet unterschiedliche Bälle -, beispielsweise werden im Fußball etwas größere Bälle verwendet als im Handball, wiederum völlig andere Bälle im Tennis etc. – Trainingsbälle sind dabei immer das „Pendant“ zu Spielbällen einer jeweiligen Sportart.


Mehr Wissenswertes über Trainingsbälle


Trainingsbälle unterscheiden sich von Spiel- oder Matchbällen hauptsächlich in der Qualität.


Für den Fußbälle beispielsweise hat die Weltfußballorganisation FIFA 1996 weltweit bestimmte Kriterien für die Qualität von Spielbällen festgesetzt, die bei internationalen Wettkämpfen eingesetzt werden. Hersteller lassen ihre Produkte labortechnisch durch ausgewählte Testinstitute nach diesen Kriterien prüfen. Bälle, Bälle, die diese Tests bestanden haben, erhalten dann das Qualitätszeichen „FIFA inspected“ und sind damit offiziell als Spielbälle zugelassen oder werden mit einer besonders guten Qualität als „FIFA approved“ ausgezeichnet.


Dennoch sind auch die meisten Trainingsbälle qualitativ hochwertig und lassen sich auch für Trainingsspiele gut einsetzen. Durch häufige Nutzung und starke Beanspruchung beim Training oder auch aufgrund ihrer etwas einfacheren Verarbeitung nutzen sich Trainingsbälle oft schneller ab und müssen öfters ausgetauscht werden.

Häufig werden während des Trainings ja auch mehrere Bälle gleichzeitig eingesetzt, da mehrere Spieler gleichzeitig mit je einem Ball trainieren – schon allein dadurch werden Trainingsbälle viel häufiger eingesetzt als Spielbälle.

Es ist deshalb auch ratsam, Trainingsbälle als solche deutlich zu kennzeichnen, um sie bewusst nicht mit Spielbällen zu verwechseln.


Trainingsbälle gibt es daher häufig in größerer Anzahl preisgünstig meist in einem Netz zu kaufen. Meist ist dann unter diesen Bällen ein FIFA-geprüfter Spielball zum Matcheinsatz dabei.


Trainingsbälle sind oft auch Nachbildungen bestimmter, evt. bekannter und beliebter Matchball-Modelle und werden in diesem Fall „Replique-Versionen“ genannt.


Einig Bälle sind farbig und eignen sich daher vor allem für ein Training bei dunkleren Lichtverhältnissen.

 

 

Die fünf wesentlichen FIFA-Prüfeigenschaften eines Spielballes


Hier eine Übersicht über die fünf wesentlichen Prüfeigenschaften des FIFA-Testverfahrens:


Druckverlust

Aufgrund eines geringen Druckverlustes müssen Bälle immer wieder aufgepumpt werden. Um optimal fliegen und rückprallen zu können sollten sie innerhalb eines längeren Zeitraums jedoch möglichst wenig Druck verlieren.


Wasseraufnahme

Da meist im Freien trainiert und gespielt wird, ist ein Ball allen Witterungsverhältnissen, auch dem Regen ausgesetzt. Ein Ball, der Wasser aufgenommen hat, wird schwer und verliert an Form, daher ist eine wasserabweisende Schicht wichtig, die verhindert, dass der Ball Wasser aufnimmt.


Abweichung von der Kugelform

Um optimal und zielgerichtet mit möglichst geringem Luftwiderstand fliegen zu können, sollte ein Ball von der „reinen“ Kugelform so wenig wie möglich abweichen. Dies ist vor allem durch die Bestandteile der Außenhülle des Fußballes nicht immer einfach zu realisieren. Der Ball darf maximal 1,5 % Abweichung aufweisen.


Rückprall

Die Flexibilität eines Balles ist ebenso von großer Bedeutung. Je weiter ein Ball zurück prallt, desto flexibler lässt sich damit spielen. Beim Test fällt der Ball aus 2 Meter Höhe auf einen Holzboden und sollte dabei mindestens 1 m – 1,50 Meter zurück prallen.


Erhalt von Form und Größe

Die Qualität eines Balles lässt sich auch daran prüfen, wie robust ein Ball ist und ob er auch größeren Belastungen stand hält.

Um dies zu überprüfen, wird er beim Test mit 50 km/h auf eine Stahlplatte geschossen, also einer Extrembelastung ausgesetzt.


Gute Trainingsbälle sollten:


Bestandteile eines Trainingsballes


Ein moderner Trainings- oder auch ein Spielball besteht aus einer Ballblase als Kern, der meist aus dem Kunststoff TPU, „Thermoplastische Elastomere“ besteht und sehr haltbar ist. Darüber befindet sich eine Außenhülle. Die Außenhülle besteht wiederum aus mehreren Schichten – etwa einem Kunststoff-Laminat , das mit Mehrecken segmentiert ist, sowie einer Schaumgummi-, einer Latex- und einer Textilschicht.


Wir wünschen viel Erfolg und Freude beim Training!